Die machtvolle Kraft der Kräuter, die uns zum Krieger machen

An dieser Stelle soll einmal daran erinnert werden, welche einfachen aber machtvollen Mittel wir nutzen können, um gesund zu bleiben.

 

In verschiedenen Krieger- und Heiler-Traditionen, wie der Togakure Ryu Ninpo Tradition, aber auch in europäischen und anderen Richtungen war ein tiefes und fundamentales Wissen über Kräuter sehr grundlegend. Schließlich hatten die Menschen damals nicht alle 500 Meter eine Apotheke zur Verfügung oder konnten Meister Google befragen, um sich zu helfen. Für einen Ninja war das Wissen über Kräuter, Heilmittel und Gifte sehr essentiell und machte ihn unabhängig. Was aber noch viel wichtiger war, es schaffte ihm die Basis gesund zu bleiben, sich zu heilen und aus einem gesunden System schließlich eine starke Kampfkunst zu entwickeln. Also wurde das Wissen über Generationen weitergegeben und so hatten viele Familien und Traditionen ihr eigenes Reparatur an Mitteln.

 

Hier ein Beispiel: Großmeister Hatsumi schrieb in seinem Werk Ima Ninja über die Verwendung von Löwenzahn.

 

 

 

„Wenn ein Fluss zu klar ist, kann kein Fisch darin leben“, wurde zum essentiellen Grundsatz, und so gilt diese weit bekannte Pflanze nicht als Gartenstörer, sondern als wirkungsvolles Mittel, um unser Blut, Leber und Nieren zu reinigen, welche drei sehr entscheidende Bausteine sind, weil diese als wichtige Tore gelten. Sind diese drei Komponente im Gleichgewicht und gestärkt, haben wir schon einen großen Schritt für eine gesunde Basis geschafft. Gerade auch in der heutigen Zeit kann dies ein sehr kraftvolles Tool sein. Bei uns gilt er nicht umsonst auch als europäischer Ginseng.

 

 

 

Hier ein paar Wirkungen dieser wundervollen Bitterstoffdroge Toraxacum:

 

 

 

- bei Verdauungsbeschwerden (krampflösend, Appetit anregend, Völlegefühl...)

 

- bei Leber- und Gallenbeschwerden (Fettstoffwechsel, Hepatitis, Gallensteine, Leberzierrose…)

 

- bei Diabetes (senkt den Blutzucker)

 

- Stärkungsmittel für Niere, Milz und Darm

 

- ausleitend (diuretisch, gegen Harnwegsinfekte…)

 

- fördert die Wundheilung (entzündungshemmend…)

 

- lindert Insektenstiche

 

- hilfreich bei Rheuma und Gicht

 

 

 

Darüber hinaus enthält er viele wichtige Mineralstoffe wie: Vit A, C, E, Calcium, Magnesium, Eisen, Proteine und Kalium und mehr. Die Dosis ist dabei 3 bis 8 mal so hoch.

 

 

 

Es bietet sich also an, dieses häufig als „Unkraut“ degradierte Tonic gut zu überdenken und durchaus in den Speiseplan zu integrieren.

 

 

 

 

 

Anwendung:

 

 

Wer sich selbst ausprobieren möchte, hat je nach Indikation folgende Möglichkeiten:

 

 

 

Wurzel, Blätter oder Saft sind die gängigen Varianten. Wobei die Wurzel wahrscheinlich am stärksten Wirkt.

 

Die Pflanze kann nun als Tinktur, Tee, Extrakt, Presssaft oder pur genossen werden.

 

 

 

Einfach zu händeln ist in der Regel der Tee, welcher mit 3-4g Droge auf eine Tasse Wasser angesetzt werden kann (lange ziehen lassen). Bei den Blättern sind es 4-10 Gramm.

 

Man sagt 3 Tassen am Tag sind die gängige Dosis, um eine gute Wirkung zu erzielen.

 

 

 

Erfahrung:

 

 

Im letzten Herbst hatten meine heilerische Freundin und ich die tolle Gelegenheit in den Bergen von Freiburg frischen Löwenzahn, samt Wurzel zu ernten. Die Energie der Pflanze war deutlich höher zu spüren, als von unserem bekannten Straßenlöwenzahn und wir fertigten am selben Abend eine Tinktur aus Wurzeln und Blättern an, welche in der Leber-Entgiftungszeit im Frühjahr gut zum Einsatz kommen wird.

 

Aus den Erfahrungen meiner Freunde, Schüler und mir selbst, ist die Kraft und Wirkung dieser Droge jedes Mal faszinierend - allein schon durch den Bitterstoffgehalt. Aber auch, um besser mit den Giften umzugehen, die wir jeden Tag zu uns nehmen. Aus der Seele der Pflanze lässt sich ein machtvoller Freund erspüren, der uns allgegenwärtig täglich begleitet.

 

Mach deine persönlichen Erfahrungen, wir haben da draußen alles was wir brauchen!